20. Februar 2012

Montagsgedicht: Lasst uns lieber Seelenintegrationsdefizite verfolgen.

Zwei Seelen wohnen ach, in meiner Brust,
die eine ist höchst strukturell,
gefällt sich selbst im Naturell,
lässt der Menschlichkeit den Raum,
den sie zum Atmen braucht,
damit es noch ein Atmen gibt.

Zwei Seelen wohnen, ach,
die eine ist höchst herzgetrieben,
getrieben, nicht gesteuert.
Dekonstruiert sich von der Seele zum Wahn
und bleibt nicht psychologisch.
Verachtet abgeschmackte Zitate,
das Wort "abgeschmackt",
und kommt nicht ohne aus.
Es fehlt ihr an Beobachtungsgabe,und Obhut.
Es mangelt ihr nicht an Poesiezwang.

Oh, Du schöne Reduktion,
auf lyrisches Chimärentum!
Was gebe ich auf Dich,
begegnetest Du mir endlich einmal
im Charakter einheitlich.

Kommentare:

  1. Der Kaffee hat gesessen. Ein erschütterndes Frühstückszeugnis.

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  2. Das freut mich. Erschütterung inwiefern?

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